Schlummere
Es isch Novämber, Verdammte Novämber,
Ds Liecht suecht der Wäg nüm so sträng über die Bärghäng, es uf u ab mitem Wätter u er Temperatur.
Es geit immer früecher us u so geits mir oo, fasch ke Chraft me i de Beii wo mii trage.
Mii Körper verseit,
Übelkeit vom Morge bis am Abe.
Wasi cha, chani nid, Wasi ma, mani nid,
Wasi wett, wetti nid, Depression halt.
Gseh Bilder innerlich woni nid wett,
Gseh Bilder vo früecher wo mir Fremd würke.
Mini Gallerie zeigt wie sortiert mis Läbe isch.
Ässe, ke Ahnig, nid würklich Luscht u z'Läbe nimmeni grad so Luschtlos entgäge.
Ha Panikattacke für Fortgschritteni.
D'Schwermuet, iigsperrt i mim Hirn, macht was sii wott, wie mi Härzschlag u mi Chopf.
Existiere a mim Läbe verbii u hinderfrage alls.
Mini Chelti stossi ufene Huufe wie bim Snow Farming, wett se zuedecke aber cha nid.
Es isch Cold Ice wie ir Freiziitarena.
Spiele Russisch Roulette.
I mire Revolvertrummle d'Emotione, d'Gfüehl, d'Suizidgedanke, d'Angst u Panikattacke.
Dräihe, Klick, iigrastet, es witers Klicke, stah vorem Spiegel u las über mii la ergah.
Das ischs nid, nächschti Rundi, bises Chlepft.
Verbrennti Ärde um das Loch, wie bii Ätna.
Ds Stei Härz zieht sich ache ii Buuchbereich, versinkt i däm Bluet u Tränemeer.
Mii Brustchorb gfüllt mit Mässerspitze,
Er sticht z'Härz, wie Wernlimaschine.
Es füehlt sich aa als hetti Risse wo grösser wärde, chlini Stiche wo mini Existenz gfäärde,
Wunde wo unheilbar würke.
Innerlich verblüeti, versueche alls ufzfah mit mim Löcherbecki, bi nem würklich fähig all das z'trage, es verlouft wie bi Heissi Tage im Marzili, Aarebötle, Chalti Gschicht, Gelati.
Mensche länge dür mii düre, drücke das Härz a de falsche stelle, dases nume Weh tuet.
Der Liidensdruck stigt, d'Läbensuhr tiggt, tiggt, tiggt, z'Gwicht wiegt schwer u kippt.
Chratze chli Läbe zwüsch de Tote füre.
Deale mit Depressione.
Ä höiie Priis woni zahle, ha mir die Schuld nid alli sälber glade, viel het sich ungfragt iigschliche, d'Angstzueständ ä blinde Passagier, hartnäckig wie ä Versicherigsberater.
Warum denki alls z'Tot?
Was nimmt Liebi alls über sich?
Wie füehlt sich Liebi aa, darfi se aanäh?
Warum schliessi Mensche so schnäll i mis Härz u warum verschliessi Mensche so schnäll mis Härz?
Chani Liebe, Wuet verspüre, Friede bhalte, mi Wärt erkenne oder bini a Leistig knüpft? Warum machi witer bises mir d'Sicherig usechlepft?
Was hets mit mim Lache uf sich?
Warum sii mini Träne schwach aber dini nid?
Warum stossi Mensche wäg wesi mir z'nach chöme, bini Beziehigunsfähig?
Warum muess ds Fass immer überloufe u warum isch z'Glas glich nume Halb voll.
Chani chli Läbe Zapfe, bruche chli Space,
chli Wältallzouber, chli Usserirdisch oder Übernatürlichs.
D'Fantasie höre oft nid uf we d'Comics verstoube im Büecherregal.
Es macht ke Sinn hie.
I Schufle u Schufle i däm Dräck,
Hacke u Hacke, die Tote abräste vo mire Seel.
Lise u lise, bis mini Ouge nüm nache möge,
Lose u Lose bis d'Kläng i mine Ohre verstume, Schribe u Schribe bis mis Handglänk unerträglich Schmärzt u verseit.
Gfüehlt nüd machts besser,
Uf däre Wält si Kränkti Gsundi,
Gsundi Chranki, Normali, Unnormali,
Mensche, Geistergstalte, Verirrti, verwirrti, Zombieselee, Z'Läbe, The Walk in Dead.
Z'Läbe u der Tod sii so nach binenand,
Es geit scho fasch Hand in Hand,
Oug für Oug, Seel für Seel, Läbe für Tod,
Tod für z'Läbe z'schetze.
Greber si schön verziert u erinnere a z'Stärbe.
Füehlt sich aa, als wer die Gsellschaft, Sälbstwärtresistänt worde.
So viel Spiegelbilder schäme sich für sich sälber?
Millione Gsichter wo sich üsserlich Maskiere, für z verinnerlichte überzdecke.
Verletzi Mensche, verletze anderi, klar.
Schribe zwar Briefe a Fründe & Familie.
Es füehlt sich glich aa als würdi nüd chönne.
Schribe nume über Gott, d'Wält,
Gottlosi Gedanke u z'Stärbe, das wo d'Lüüt halt so beschäftigt, aber nid gärn drüber Red. I gseh dii Punkt aber mi sött doch die Frage dörfe Frage, die Gfüehl beschriebe.
Körperlich wohl uf, Verletzt hinder de Glasige Boumnussbrune Ouge, under Alkoholiifluss.
Da versteckt sich es Liecht, i gsehs.
Da schlummeret so viel, aber es chunnt nüd.
Es tuet mir weh so Ehrlich z'sii,
Es tuet weh anderi Mensche z'verletze, aber es isch fair Ehrlich z'sii.
I ha so viel verdrängt, Gfüehl nid zueglah, dasi däne wo mir Wichtig sii, Ehrlichkeit schulde, o wes weh tuet.
Versueche d'schmärze uszbade für die wo folge, Jede Sunntimorge.
Mini leschti Amtshandlig wird sii, öppis Gschribes für das die wo nu chömme,
Nid so müesse gah.
-Diego Bircher